Markenallianz (Markenpartnerschaft | Brand Alliance)
Bündelung der Kraft von mindestens zwei selbständigen Marken in einem gemeinsamen Auftritt am Markt, wobei
Vorteile gegenüber der Nutzung einer einzelnen Marke angestrebt werden; Esch und Redler definieren Markenallianzen
"als langfristige, unternehmensübergreifende Form der Markenkombination."
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Die Vorteile, die sich mit Markenallianzen erzielen lassen, hängen von gemeinsam bearbeiteten Märkten ab:
1 - Bisherige Märkte: Markenallianz als "Strategischer Endorser"
- gegenseitige Bekanntheitssteigerung und Imagestärkung
- Lizenzeinnahmen
- kurzfristige Realisation von Preis- und Mengenpremiums
- Erweiterung der angebotenen Leistung um bestimmten Zusatznutzens
- Bindung von Absatzmittlern via Store Brands
2 - Neue Märkte: Markenallianz als "Strategischer Enabler"
- Zugang zu neuen Kunden (z.B. regionale Märkte)
- Aufbau neuer Kompetenzfelder
- Erschließung von Absatzmittlern/-kanälen
Mögliche Ausprägungsformen von Markenallianzen sind:
- Co-Promotions (gemeinsame Kommunikationsaktivitäten zweier Marken)
Bsp.: McDonald's und Disney; Fairy Ultra und Spülmaschinenmarke
- Co-Branding (gemeinsame Leistung zweier Marken auf horizontaler Ebene)
Bsp.: Eis von Mövenpick und Schöller; Kreditkartemarke und Bayern München
- Ingredient-Branding (gemeinsame Leistung zweier Marken auf vertikaler Ebene)
Bsp.: Intel Inside und PC-Herstellermarke; Gore-Tex und Schöffel
- Mega-Brands (Zusammenschluss mehrerer Marken zu einer Supermarke)
Bsp.: Star-Alliance im Luftfahrtbereich
Literatur
¹ Corporate Brand Management 2004, S. 176